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Sonntag, 16. Dezember 2018   
Tour über der Wupper - wohlgemerkt über der, nicht über die (23.04.2005) Wie kam es dazu ? Unsere Club-Pänz haben im letzten Jahr so engagiert auf unseren Ausstellungen mitgearbeitet, dass es allgemeiner Tenor war, den Pänz eine Tagestour zu spendieren. Eine Idee war auch schnell vorhanden: "Wuppertaler Schwebebahn! Damit sind viele noch nicht gefahren." Die "alten Hasen" ergänzten sehr schnell: "Dann aber auch O-Bus in Solingen." oder Müngstener Brücke. "Geht alles über NRW-Ticket" waren dann auch schon die ersten Organisations-Ansätze. (Anmerkung: Das NRW-Ticket gilt einen Tag für maximal 5 Personen für den gesamten ÖPNV in NRW. Kostet am Automat 27,- €.)

Mit diesen Eckdaten erhielt dann unser Fahrplan-Spezi Alfred Benke den Auftrag, eine abgerundete Tages-Tour incl. angemessener Pausen auszuarbeiten. Alfred baute dann noch einen Besuch im Straßenbahn-Museum Wuppertal-Kohlfurth (www.bmb-wuppertal.de) einschließlich einer Sonderfahrt durch das Kaltenbachtal mit einem Oldtimer ein.

Die 10 mitgefahrenen Pänz waren von der gesamten Tour ebenso beeindruckt wie die 9 Erwachsenen. Es wäre "Eulen nach Athen tragen", über die Wuppertaler Schwebebahn und die Müngstener Brücke etwas Allgemeines zu sagen. Das haben schon viele vor uns getan. Erwähnenswert ist jedoch, dass wir obligatorisch das Netz abgefahren haben und auch noch das Glück hatten, zu beobachten wie die Weichen der Schwebebahn am Kehrpunkt funktionieren, weil der so genannte Kaiserwagen aus dem Umlauf genommen wurde.



Über den O-Bus möchte ich jedoch ein paar Worte verlieren. Während er vor wenigen Jahrzehnten noch das Stadtbild vieler Städte prägte, vor allem im Ruhrgebiet, ist dieses Verkehrsmittel nur noch in 3 Städten der Bundesrepublik im täglichen Einsatz. Für unsere Pänz war solch ein Bus völlig unbekannt. Anmerkung: die Unwissenheit über dieses eigentlich immer noch sehr praktische Verkehrsmittel (vor allen auf steigungsreichen Strecken) ist auch bei vielen Erwachsenen zu finden.

Aber der Tag bestand nicht nur darin, die einzelnen Verkehrsmittel "abzuklappern". Von der Haltestelle Solingen-Schaberg direkt an der Müngstener Brücke haben wir den Abstieg ins Tal gewagt, wohl wissend: "Da müssen wir hoch, zu Fuß!". So wurden die traditionellen Fritten-Currywurst-Cola/Bier am Fuße der Brücke bei fast sommerlichem Sonnenschein eingenommen.

Insgesamt bekamen wir natürlich eine Menge Eindrücke von der Bergischen Landschaft. Ergänzt wurden sie durch die bemerkenswerte und typische Architektur des Bergischen Landes, an deren gepflegten Äußeren man sich kaum satt sehen konnte. Dass in den Städten dann auch hin und wieder frühere Bausünden das traditionelle Bild störten, sei nur der Vollständigkeit erwähnt. Wer nun schon seinen Blick auf die Landschaft gewendet hatte, konnte unzählige Beispiele industrieller Bauten erkennen, die in das Tal der Wupper regelrecht reingequetscht wurden.



Nach dem finalen Highlight in der Wuppertaler Innenstadt (ein Riesen-Eis in einem italienischen Eiskaffee) ging es dann wieder zurück, diesmal ohne Schleife über den Flughafen-Bahnhof, zum Ausgangspunkt nach Troisdorf, etwas müde aber sehr zufrieden.

Dank an die Organisatoren!

Wastl (Hartmut Starke)

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