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Sonntag, 16. Dezember 2018   
Ein Tag für das Miniatur-Wunderland in Hamburg (26.01.2005) Nach eingehender Auswertung der Homepage des Miniatur-Wunderlandes reifte der Entschluss, außerhalb der großen Reisezeiten eine Tour nach Hamburg zu planen. Der Besuch sollte auch eine Führung hinter die Kulissen der Modellbahn beinhalten. Gedacht, getan. Am 26. Januar 2005 begaben wir 7 Eisenbahner uns von Hennef aus morgens um halb sechs auf den Weg. Die sieben waren Kalle, Uwe, Walter, Martin, Manfred, Klemens und Carol.

Um Hamburg rechtzeitig zu erreichen fand die Fahrt mit dem ICE-Sprinter Köln-Hamburg statt. Pünklich im Sinne der DB AG (= 5 Minuten später) erreicheten wir Hamburg Hbf. Dort noch eine kurze Strecke mit der S-Bahn bis zu den Landungsbrücken. Hier konnten wir auf dem Weg in die Speicherstadt erst mal das Hafenpanorama geniessen.

Jetzt sollte sich zeigen, ob die Vorhersagen der Homepage (= keine Wartezeiten, Reservierungsbestätig für die Führung) auch gehalten werden können. Tatsächlich, es war so: Kein weiterer Besucher vor uns an der Kasse. Sofortiges Einloggen für die Führung. Die besten Voraussetzungen für die kommenden Stunden. Die Zeit bis zu den Führungen nutzten wir für eine erste Orientierung. Die „alten Hasen“, die schon mal im Juni 2004 hier waren, konnten den Bau des Skandinavien-Teils begutachten.



Nun zur Führung hinter die Kulissen: Erst mal wurden wir aufgeklärt, wie wir uns zu verhalten haben und wo die gefährlichen und engen Stellen auf dem Weg durch die Katakomben der Bahn sind. Beginn war am USA-Abschnitt. Die verdeckten Abstellbahnhöfe sind geeignet, die bis zu 14,50 m langen Züge des USA-Teils aufzunehmen. Entsprechend viel Platz und viele Ebenen gibt es hier. Von unserer Position war die aufwändige Verkabelung der Fahrwege und der Gebäude zu erkennen. An verschiedenen Gebäuden ist jedes Fenster einzeln zu beleuchten. Auch für das Car-System gibt es große Abstellflächen. Alle Fahrzeuge (Bahn und Autos) werden ständig überwacht. Anhand einer Datenbank ist der Wartungstermin im voraus festgelegt. Die zur Wartung anstehenden Fahrzeuge werden automatisch ausgesteuert und zum Wartungspersonal gefahren. Die Ladung der Akkus der Fahrzeuge vom Car-System wird laufend geprüft. Hier gibt es (fast wie bei einer Tankstelle) automatische Ladestationen. Zwischen den – zumindest optisch getrennten - Anlagenteilen gibt es eine Verbindung im Boden (unter Glas). Damit bietet sich die Möglichkeit, auch mal den ICE in die USA zu schicken.

Die Funktionssicherheit der gesamten Anlage wird in einer Leitzentrale permanent überwacht. Bei Problemen wird sofort eingegriffen. Für 95% der Zuschauer ist es wichtig, dass immer was in Bewegung ist. Die ganz harten unter den Zuschauern würden gerne auch laufend irgendwelche Crashs vorgeführt bekommen. Na ja, die können sich in Knuffingen aufhalten. Da ist mehrmals pro Stunde die Feuerwehr unterwegs. Der größte Feuerwehreinsatz wird ca. alle 1,5 Stunden fällig, wenn das Feuer im Rotlichtviertel von Knuffingen ausbricht. Da will jeder Feuerwehrmann hin.



An unserem Besuchstag war die Atmosphäre wirklich entspannend. Dank der geringen Besucherzahl konnten wir auch die Angebote der Kantine in aller Ruhe genießen. Mehrere Raucherpausen waren natürlich auch drin. Vor allem fand für uns die Besichtigung immer von der ersten Reihe aus statt. Natürlich blieben dann die vielen versteckten Details sowie die im wirklichen Leben vorkommenden Ereignisse, die die Leute vom Miniatur-Wunderland in die Anlage eingebaut haben, nicht mehr verborgen.

Wie immer war die Zeit viel zu kurz. Der Zug für die Rückfahrt wartete nicht. Gegen 23.30 Uhr war der Hamburg-Tag zu Ende.

Carol Ortsiefer

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