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Freitag, 15. Dezember 2017   
Rückblick - wie alles begann...
30.04.1882 Die Bergisch-Märkische Eisenbahngesellschaft erhält die Genehmigung zum Bau der Aggertalbahn Siegburg - Ründeroth - Olpe.
15.10.1884 Eröffnung des ersten fertiggestellten Teilstücks Siegburg - Overath - Ründeroth. Der aus Deutz kommende Eröffnungszug verläßt um 9.30 Uhr den Siegburger Bahnhof. Planmäßig verkehren nun vier Personenzugpaare.
01.05.1887 Das zweite Teilstück geht in Betrieb: Ründeroth - Dieringhausen - Derschlag.
01.02.1890 Inbetriebnahme Anschluß des heutigen "Siegwerkes".
1894 Im Bahnhof "Siegburg-Nord" werden 48.425 Fahrkarten verkauft.
1895 Die Bahn wird der Königlichen Eisenbahndirektion Frankfurt unterstellt.
01.08.1896 Inbetriebnahme des dritten Streckenteils: Derschlag - Bergneustadt. Planmäßig verkehren sechs Personenzugpaare.
1897 Ab Kilometer 0,7 (Abzweig von der Siegstrecke in Siegburg) wird die Strecke der Königlichen Eisenbahndirektion Elberfeld unterstellt.
01.09.1903 Mit dem vierten und letzten Teilstück von Bergneustadt bis Olpe hat die Strecke ihre volle Länge erreicht. Planmäßig verkehren nun 7 Personenzugpaare.
24.10.1906 Wegen mangelnden allgemeinen Bedürfnisses wird ein Antrag auf einen Haltepunkt im Lohmarer Wald abgelehnt.
1907 Umbauten am Bahnhof "Siegburg-Nord".
1901 - 1940 Einsatz von Dampfloks der Baureihe T9.3 (spätere Baureihe 91).
01.08.1910 Mit der Eröffnung der neuen Verbindungsstrecke von Overath über Rösrath nach Köln verliert die Teilstrecke Siegburg - Overath ihre überregionale Bedeutung. Durchgehende Züge ins Oberbergische werden nicht mehr angeboten, da die Fahrzeit Köln - Siegburg - Oberberg zu unattraktiv ist.
Sept. 1910 Laute Klagen der Siegburger Geschäftsleute: Die Kunden aus dem Oberbergischen bleiben aus.
1911 - 1913 Verlegung des Lokbahnhofes Siegburg in den Stadtteil Deichhaus. Dort werden künftig die Dampflokomotiven gewartet und für die Rückfahrt mit Wasser versorgt und bekohlt.
1912 Um- und Erweiterungsbau am "Nordbahnhof".
22.11.1918 Aus der "Königlichen" wird die "Eisenbahndirektion" Elberfeld.
06.07.1922 Erneute Umbenennung der zuständigen Direktion. Künftig nennt man sich "Reichsbahndirektion".
1945 -
13.05.1949
Wieder durchgehende Züge bis ins Oberbergische. Grund ist der zerstörte Tunnel bei Hoffnungstal. Die verkehrenden Züge bis Overath beginnen und enden nun in Troisdorf.
03.05.1949 Die Bahnbuslinie Siegburg - Overath - Untereschbach wird genehmigt.
14.05.1949 Neueröffnung des Hoffnungstaler Tunnels.
15.05.1949 Fahrplanwechsel: Zwischen Siegburg und Overath verkehren nur noch lokale Züge. Die bisher vom Betriebswerk (Bw) Dieringhausen aus eingesetzten Schlepptenderlokomotiven P8 (38.10) und G8.1 (56.20) werden durch Tenderloks der Baureihe 93.5 des Bw Bensberg ersetzt.
Juli 1950 Die Bundesbahndirektion Wuppertal informiert die "betroffenen" Kommunen Siegburg, Lohmar, Wahlscheid und Overath von der beabsichtigten Stillegung der Kursbuchstrecke 240a Siegburg - Overath für den Personenverkehr.
21.05.1951 Das Betriebswerk Dieringhausen übernimmt wieder die Bespannung der Züge. Zum Einsatz gelangen nun die Baureihen 56.20 und 86.
Mai 1953 Zum Sommerfahrplan dünnt die BD Wuppertal den Fahrplan weiter aus. Gut besetzte Züge wie der N2032 werden ersatzlos gestrichen, während schwach frequentierte Züge, wie der N2030 im Fahrplan verbleiben.
23.05.1954 Der planmäßige Personenverkehr zwischen Siegburg und Overath wird eingestellt. Die Stillegungsgenehmigung wird zunächst auf zwei Jahre befristet. Man will sich die Möglichkeit einer eventuellen Wiederaufnahme des Personenverkehrs offen halten. Insbesondere für den Fall, dass die Buslinie den Anforderungen nicht genügt
12.03. -
08.04.1956
Wegen Straßen bauarbeiten wird Straßenersatzverkehr" zwischen Overath und Siegburg mit einer Schienenbusgarnitur gefahren. Aufkommende Hoffnungen auf eine Wiederaufnahme des planmäßigen Verkehrs werden mit dem Argument abgetan, dass die Belegung der Züge bei weitem nicht so gut war, wie die der Busse.
22.05.1956 BD Wuppertal beantragt die endgültige Genehmigung zur Stillegung des Personenverkehrs.
28.8.1957 Das Bundesverkehrsministerium genehmigt die beantragte Stillegung des Personenverkehrs, aber wieder nur befristet, diesmal bis 1960.
26.11.1959 Nächster Vorstoß der Bahn in Sachen Stillegung des Personenverkehrs. Diesmal klappt es endgültig.
20.04.1960 Schließung des Bahnhof Wahscheid. Damit ist der Streckenteil Donrath - Overath ohne Verkehr.
12.11.1960 Das Stillegungsverfahren für den Güterverkehr zwischen Lohmar und Overath wird eingeleitet.
01.05.1962 Stillegung im Gesamtverkehr zwischen Lohmar und Overath. Gleichzeitig wechselt der verbleibende Streckenteil Siegburg - Lohmar in den Zuständigkeitsbereich der BD Köln.
ab Nov. 1962 Abriß der Gleise zwischen Lohmar und Overath. Der Abbauzug wird von einer P8 (Baureihe 38) geführt.
01.08.1971 Schließung der Phrix-Werke in Siegburg. Die dort eingesetzten Dampfspeicher- bzw. Dieselloks rosten noch einige Jahre auf dem betriebseigenen Gleisanschluß vor sich hin.
Fast zeitgleich wird der zweite tägliche Güterzug nach Lohmar gestrichen. Eingesetzt werden mittlerweile Loks der Baureihe 55.
Herbst 1971 Das Bahnhofsgebäude in Donrath wird abgerissen.
30.09.1972 Die letzte G8.1 (Baureihe 55) befördert einen Güterzug nach Lohmar. Ab dem 2.10.1972 übernehmen V60 (BR 260) den Übergabedienst (später Kleinloks sowie V90 und Vi 00.10).
Feb. 1973 Gleiserneuerungsarbeiten im Stadtbereich Siegburg.
Bauzuglok ist die 050 442.
13.07.1977 Mit zwei Doppelstockwagen wird der "Dampfer" 44 442 als Denkmal in Lohmar aufgestellt. Zwei Wochen vorher wurde die Dampflok von Gelsenkirchen-Bismark dorthin gebracht.
März 1979 Nach dem Tod des Eigentümers wird die Denkmalgarnitur an Ort und Stelle zerlegt.
1981 Der "Nordbahnhof" wird unter Denkmalschutz gestellt.
1982 Der "Nordbahnhof" geht in Privatbesitz über und wird mustergültig renoviert.
1985 Wirtschaftlichkeitsuntersuchung der DB mit dem Ergebnis, dass die Strecke bis Lohmar weiterhin betrieben werden soll. Noch im selben Jahr werden fast 900.000 DM in Gleiserneuerungsarbeiten im Gebiet von Lohmar investiert.
14.05.1986 Nach langer Zeit verkehrt wieder einmal ein Personenzug nach Lohmar. Die dortige Grundschule wird mit einer V 9O und drei Silberlingen im Rahmen eines Schulausflugs per Sonderzug zunächst von Eitorf nach Siegburg und dann schließlich unter großer Anteilnahme der Bevölkerung weiter nach Lohmar heimgefahren.
Dez. 1986 Im "Waldteil" wird die Strecke komplett erneuert.
Jan. 1988 Erste "laute" Überlegungen der DB die Strecke nun doch stillzulegen. Die hohen Investitionen der letzten Jahre drücken die Wirtschaftlichkeit.
März 1988 Der Siegburger Planungsausschuß hat die Zeichen der Zeit erkannt. Er beschließt auf der Trasse des "Luhmer Grietche" einen Fahrradweg anzulegen.
18.03.1988 Ende des planmäßigen Betriebes nach Lohmar. Vorübergehend wird der Gesamtbetrieb aus "technischen Gründen" eingestellt. Ab Mitte März wird nur noch bei Bedarf ins gefahren.
Juli 1988 Erste Ausarbeitung des Eisenbahnclub Rhein-Sieg zum Erhalt der Strecke. Ein erster Erfolg stellt sich nach kurzer Zeit ein. Die DB folgt dem Clubvorschlag und setzt ab sofort eine Kleinlok der Leistungsgruppe II ein.
24.09.1988 Nach über 30 Jahren - wenn auch nur für einen Tag - wieder öffentlicher Personenverkehr auf der Strecke:
Sonderpendelfahrten des Eisenbahnclub Rhein-Sieg zwischen Siegburg und Lohmar mit einer Schienenbusgarnitur.
19.10.1988 Abriß des Posten 1 trotz Denkmalantrag und Denkmalwürdigkeit.
20.06.1989 Einleitung des Streckenstillegungsverfahrens durch die Bundesbahndirektion Köln.
Aug. 1989 Zweite Ausarbeitung des Eisenbahnclub Rhein-Sieg zur Aggertalbahn. Kernpunkt ist diesmal ein Ausbau der Strecke zur Stadtbahn als Verlängerung der Linie "66" Bonn - Siegburg unter Beibehaltung des Güterverkehrs.
19. und
20.08.1989
Ausstellung des Eisenbahnclub Rhein-Sieg im Siegburger Nordbahnhof: "Rund um die Aggertalbahn Siegburg - Lohmar - Overath".
31.10.1989 Der Kreistag des Rhein-Sieg-Kreises lehnt die Stillegung des "Luhmer Grietchens" ab.
Dez. 1989 Der Regierungspräsident in Köln lehnt die Stillegung ebenfalls ab.
11.06.1990 Nach monatelanger Diskussion um einen möglichen Ausbau der Strecke zur Stadtbahn beantragt der Kreisausschuß die Aufnahme der Verlängerung der Linie "66" nach Lohmar in den ÖPNV-Bedarfsplan des Landes.
Aug. 1990 Die Bundesbahndirektion Köln setzt nach Verhandlungen mit der Gemeinde Lohmar das Stillegungsverfahren aus. Lohmar erklärt sich bereit, die Strecke zu bezuschussen. Ein Probebetrieb für 3 Jahre wird überlegt.
17.04.1991 Seitens der DB werden die Verhandlungen für gescheitert erklärt. Lohmarer Firmen hatten keine Frachtgarantie abgegeben.
April und
Mai 1991
Der Eisenbahnclub Rhein-Sieg und der Verkehrsclub Deutschland (VCD) fordern eine Übernahme der Strecke durch die Rhein-Sieg- Kreis Eisenbahn (RSKE).
ab Mai 1991 Verhandlungen zwischen DB, der Stadt Lohmar und der RSKE.
03.06.1991 Ab Fahrplanwechsel wird wieder eine V90 statt der Kleinlok eingesetzt.
06.10.1991 Für diesen Tag hat der Eisenbahnclub Rhein-Sieg im Rahmen seines Nahverkehrstages in Siegburg erneut eine Sonderfahrt für das "Luhmer Grietche" genehmigt bekommen.
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